Dohle zum Vogel des Jahres 2012 gekürt Für das Jahr 2012 haben der NABU und der LBV die Dohle als Vogel des Jahres gewählt. Dieser meist
unscheinbare, lustige Geselle wurde lange Zeit vom Menschen aufgrund seines schlechten Images verfolgt und in seinem Bestand stark dezimiert. Doch auch heute noch ist dieser Vogel durch Nistplatzmangel und verringertes
Nahrungsangebot gefährdet und auf unsere Hilfe angewiesen. Wir möchten Ihnen in diesem Vortrag den Vogel des Jahres, seine Lebensweise und die verschiedenen Gefährdungen sowie geeignete Schutzmaßnahmen vorstellen.
Die Hauptverbreitung der Dohlen erstreckt sich zum Teil lückig von Nordafrika, über Europa bis nach Asien. Als Brutvogel
kommt sie in der borealen, gemäßigten, mediterranen, Steppen- und Wüstenzone der West- und Zentralpaläarktis vor. In Europa ist die Dohle Standvogel,
nur nördlichste Population ziehen oft zusammen mit Saatkrähen südlich oder westlich der Artareale. Die Jungvögel ziehen dabei bereits ab Juli in die Überwinterungsgebiete, Altvögel meist erst zwischen September und
November. Im Februar/ März kehren die Tiere wieder an ihre Brutplätze zurück. Dohlen sind geschickte und wendige Flieger,
die in ihren Bewegungen lebhafter und geschmeidiger wirken im Vergleich zu den anderen Rabenvogelarten. Unter Ausnutzung von Luftströmungen vollführen sie allerlei akrobatische Flugmanöver und können dabei
Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h erreichen.. Dass
Dohlen über ein ausgesprochen reiches Sozialleben verfügen, wusste bereits der Nobelpreisträger Konrad Lorenz. So können sich die Vögel innerhalb der Kolonie individuell erkennen und selbst nicht ganz so fitte Vögel
werden von den anderen mitversorgt. Für die Nahrungssuche schließen sich Dohlen gern zu größeren Schwärmen zusammen, was zum einen dem einzelnen Vogel
mehr Sicherheit und damit mehr Zeit zum Nahrungserwerb bietet. Zum anderen werden die Dohlen im Schwarm nicht so schnell von anderen Rabenvögeln vertrieben, was den Dohlen mehr nutzbaren Raum bietet. |