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Dompfaff
Pyrrhulu pyrrhulu Der Gimpel oder Dompfaff ist wohl nicht nur jedem Liebhaber einheimischer Vögel bekannt. Die meisten dieser Züchter haben wohl schon einmal seine Haltung und vielleicht sogar die Zucht
ausprobiert. Der eine mit mehr, der andere mit weniger Erfolg. Wenn man die jährlichen Nachzuchtstatistiken der verschiedenen Verbände betrachtet, steht der Dompfaff immer ganz weit oben. Er ist vielleicht sogar der
beliebteste ,,Einheimische". Es ist nun schon sehr häufig über unseren Dompfaff berichtet worden, aber trotzdem möchte ich an dieser Stelle einmal meine Erfahrungen beschreiben. Er ist jetzt
schon, von kurzen Unterbrechungen abgesehen, über zwanzig Jahre in meinen Volieren zu Hause. Ich habe sowohl gute, als auch schlechte Erfahrungen mit diesem beliebten Gesellen gemacht. Wobei die guten Erfahrungen
weit überwiegen. Mit seinem ruhigen und zutraulichen Wesen, ist er für fast jede Voliere eine Bereicherung. Beschreibung, soll hier nur der Vollständigkeit erwähnt sein, denn der Dompfaff sollte
allgemein bekannt sein, außerdem möchte ich auf die Bilder verweisen. Das adulte Männchen zeigt einen blauschwarzen Oberkopf und Gesichtsmaske. Die Unterseite ist rot, der Unterkörper und die Unterschwanzdecken sind
weiß. Der Rücken ist aschgrau und der Bürzel reinweiß. Die schwarzen Flügel zeigen eine weißliche Binde. Der Schnabel ist kurz, dick und schwarz gefärbt. Die Füße und die Iris erscheinen bräunlich. Die adulten
Weibchen sind wie die Männchen gefärbt, aber anstatt der roten Gefiederpartien zeigen die Weibchen eine graue Färbung. Im Jugendkleid sind beide Geschlechter gleich gefärbt. Sie sind einfarbig rostbräunlich, ohne
schwarze Kopfplatte.Vorkommen der Dompfaff besiedelt Europa und Asien. Er ist in diesem riesigen Verbreitungsgebiet in zahlreichen Rassen vertreten. Diese vielen Rassen sind teilweise nur äußerst schwer zu
unterscheiden. Ich möchte an dieser Stelle nur die drei am häufigsten in unseren Volieren vorkommenden Rassen erwähnen. Das wäre zum einen die in Nord- und Westdeutschland vorkommende, von mir gehaltene, Unterart
Pyrrhula pyrrhula europaeo, dann die in Mittel- und Süddeutschland verbreitete Unterart Pyrrhula pyrrhula coccinea und schließlich die deutlich größere Unterart Pyrrhula pyrrhula pyrrhula, die die Nominatform
darstellt und in Nordeuropa lebt.Der Gimpel bewohnt in erster Linie Nadel- und Mischwälder, sowie Fichtenschonungen. Des weiteren treffen wir ihn in Gärten, Parks und auf Friedhöfen. Unsere in Deutschland lebenden
Gimpel sind Standvögel, d.h. sie verbringen auch den Winter in den Brutgebieten. Die nordische Nominatform dagegen überwintert zum Teil in Mitteleuropa. Fütterung :Als Körnerfutter reichte ich ein Waldvogelfutter der Firma Blattner. Dieses beinhaltet u. a. Negersaat, Perilla Zichorien, Fichten-, Salat- und Grassamen, Sesam, Mohn
und Sonnenblumenkerne. Weiterhin steht ihnen Hanf, Glanz und das bereits erwähnte Keimfutter zur Verfügung. Gerne nehmen sie von einem Kreuzschnabelfutter. Dieses beinhaltet u. a. feine und grobe Fichtensamen,
Kiefersamen, Ebereschenbeeren und verschiedene andere Nadelgehölzsamen.Natürlich steht meinen Vögeln das ganze Jahr über ,,Grünfutter der Saison" zu Verfügung. In erster Linie seien hier Löwenzahnköpfe'
Sauerampfer und Vogelmiere genannt. An Obst wird vornehmlich von süßen Äpfeln und Salatgurken genommen.Zur Jungenaufzucht ist die Fütterung von Lebendfutter für meine Begriffe unerlässlich.Obwohl es mit Sicherheit
auch Züchter gibt, die Dompfaffen ohne Zugabe von Lebendfutter nachzüchten.An Lebendfutter bot ich Mehlwürmer in allen Größen, Buffalos und Pinkies. Dieses Lebendfutter wurde von mir vor dem Verfüttern mit einer
Olivenöl-Lebertranmischung und einem Multivitamin-Bierhefe-Futterkalk-Traubenzuckerpulver präpariert. Wichtig ist hierbei, dass nur gut ernährtes Lebendfutter zur Verfütterung gelangt. Ameisenpuppen, Blattläuse und
gelegentlich Wiesenplankton wurden auch nicht verschmäht..Zusammenfasung:Ich kann nicht behaupten, dass der Dompfaff eine sehr leicht zu züchtende Vogelart darstellt. Es gehört doch schon eine Menge Aufwand dazu, um
diesen schönen und beliebten Vogel nachzuzüchten. Die idealste Unterbringung stellt wohl die paarweise Haltung in einer Voliere dar. Die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Dompfaffenzucht ist, dass sich
die Partner selber finden können, denn eine Zwangsverpaarung führt nur allzu oft zu Misserfolgen.Dies war ein Beispiel für die Haltung und Zucht des Dompfaffen. Es gibt sicher noch viele andere Möglichkeiten, denn
hier ist dem Züchter freie Hand gelassen. |