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Ratschläge und Tipps zur Haltung und Pflege des Kanarienvogels
Die Herkunft des Kanarienvogels
Unser Kanarienvogel ist eine Vogelart, die es in der uns bekannten Form in der Wildbahn nicht gibt. Aber auch er hat einen "wilden" Vorfahren, den man "Kanarengirlitz" nennt. Die Heimat des Kanarengirlitzes ist die westliche Gruppe der Kanarischen Inseln. Aber auch auf Madeira und den Azoren ist er zu finden. Dort lebt er in fast allen Landformen, vorausgesetzt, es gibt genügend Wasser. Diese Inseln liegen alle sehr nahe am Nördlichen Wendekreis, sind aber vom kalten Golfstrom umflossen. Daher ist das Klima trotz der äquatornahen Lage sehr ausgeglichen. Die Temperaturen gehen nie unter Null, dafür aber sind die Sommer auch weniger heiß. Die Tageslänge schwankt etwa zwischen 11 und 13 Stunden. Bereits vor gut 500 Jahren begann die Geschichte der Haustierwerdung unseres Kanarienvogels. Erst waren es spanische Mönche, dann Tiroler Bergleute und schließlich die Bergleute aus dem Harz, die für den Siegeszug des Kanarienvogels in aller Welt sorgten. Auch heute noch ist der Kanarienvogel eines der beliebtesten Tiere und trägt mit seinem vielfältigen und wohlklingendem Gesang und einem farbenprächtigen Gefieder dazu bei, die Wohnstube freundlicher zu halten. Sollten Sie sich dazu entscheiden, einen Kanarienvogel zu erwerben, suchen Sie am besten einen guten Züchter oder einen Zoofachhändler Ihres Vertrauens auf. Hier können Sie wählen, welches Tier seinen Einzug in Ihr Heim halten soll und damit zum Familienmitglied auserwählt ist.
Unterbringung
Ein Kanarienvogel ist ein Einzelgänger. Setzen Sie niemals zwei Männchen zusammen in einen normalen Stubenkäfig. Die Revierkämpfe würden fast das ganze Jahr über anhalten, eventuell sogar zum Tod des schwächeren Tieres führen.Auch die paarweise Unterbringung ist wenig zu empfehlen. Die Ausnahme hierzu ist während der Brutzeit, wenn Sie Nachkommen herhalten wollen.Auch wenn der Kanarienvogel nur in wenigen Monaten des Jahres züchtet, kann man getrost ganzjährig Vögel erwerben, denn auch ältere Tiere werden zahm und gewöhnen sich leicht an eine neue Umgebung.Die Zeiten, wo ein Kanarienvogel auf kleinem Raum sein Dasein fristete, ist seit langem vorbei. Ein modernes Vogelheim hat großzügige Maße, die nicht unter 60x40x40 cm liegen sollten. Dieses Heim ist mit gedrehten Sitzhölzern und mit Naturzweigen ausgestattet, die der Fußgröße des Vogels angepaßt sind. Als Bodenbelag des Käfigs können Sie zwischen Natur-Einstreu und Spezial-Vogelsand wählen. Auf jeden Fall gehört aber noch ein Pickstein oder eine Sepiaschale hinzu. Hieran wetzt der Vogel seinen Schnabel, um ihn als Werkzeug zum Körnerfressen brauchbar zu erhalten.
Die ersten Tage
Gewöhnen Sie Ihren neuen Hausgenossen mit viel Umsicht und Ruhe an seine neue Umgebung, vermeiden Sie hektische, schnelle Bewegungen in seinem Umfeld. Beim Annähern wirkt es beruhigend, wenn Sie mit ruhiger, sanfter Stimme den Vogel ansprechen. Damit wird er bald Ihre Stimme mit den angenehmen Dingen, wie neues Futter usw. verbinden. Erst nach etwa 2 Wochen können Sie Ihrem neuen Mitbewohner den ersten Zimmer-Freiflug gewähren. Vergewissern Sie sich aber, dass alle Fenster und Türen verschlossen sind! Mit etwas Geduld und dem verlockenden Futter wird er von selbst in seinen Käfig zurückkehren. Sobald er sich gut eingewöhnt hat, wird er von selbst mit dem Gesang beginnen. Dieser ist dem Kanarienvogel angeboren. Nur in der Zeit der Mauser wird er nicht singen.
Versorgung
Der Kanarienvogel gehört zu der großen Gruppe der körnerfressenden Vögel. Deshalb besteht seine Hauptnahrung auch aus einem speziellen Körnergemisch, das u. a. Spitzsaat, Rübsen, Salatsamen und ganz wenig Hanf enthält. Hier können Sie sich auf Ihren Zoo-Fachhändler verlassen. Er führt Fertigmischungen, die auf die Bedürfnisse des Kanarienvogels abgestimmt sind .Füttern Sie reichhaltig, erziehen Sie ihren Kanarienvogel aber dazu, dass alle Saaten verzehrt werden. Es ist recht praktisch, wenn Sie beim täglichen Füttern zuerst die leeren Spelzen abpusten, dann zuunterst in den Napf das frische Futter geben und obenauf das restliche vom Vortag. So gewährleisten Sie, dass der Vogel trotz guter Saatmischung sich nicht nur einseitig ernährt. Wenigstens zweimal pro Woche geben Sie spezielle Ergänzungen, die eine Vitaminversorgung sicherstellt. Frisches Grünzeug ("Unkraut"), von dem Sie wissen, dass es nicht mit Pestiziden behandelt ist und von ausgesuchten Plätzen, eventuell aus Ihrem eigenen Garten, kommt, sorgt für eine abwechslungsreiche und damit verbesserte Ernährung. Ungeeignet ist allerdings Kopfsalat.
Mauser
Einmal im Jahr, und zwar im Spätsommer, wechselt der Kanarienvogel sein gesamtes Gefieder. Auch wenn er dann oft recht traurig dreinschaut, ist die Mauser keine Krankheit. Trotzdem fordert diese Mauser die ganze Kraft Ihres kleinen Hausgenossen. Deshalb müssen Sie ihn nun für die nächsten 2 Monate mit den für Federbau nötigen Stoffen versorgen. Diese sind täglich dem Futter beizumengen und müssen einen erhöhten Anteil an Eiweiß haben. Auch hier wird Ihr Fachhändler Sie gerne beraten.
Die Zucht
Sollten Sie im Lauf der Zeit mehr Spaß an Ihrem Hausgenossen gefunden haben und ihm die Möglichkeit bieten wollen, eigene Jungtiere aufzuziehen, versuchen Sie sich ruhig in der Zucht von Kanarien. Hierzu gibt es eigens hergestellte und natürlich größere Käfige, in denen Kanarien paarweise Platz finden. Der Handel bietet entsprechende Nester, Nistmaterial und auch spezielle Aufzuchtfutter an, die eine Zucht ermöglichen. Spätestens hier sollten Sie zusätzlich überlegen, ob Sie sich nicht mit Gleichgesinnten zusammentun wollen. Der örtliche Vogelverein bietet Ihnen sicherlich die gewünschte Umgebung. Hier können Sie durch Fachgespräche so manchen wertvollen Rat über Zucht und auch Haltung des Kanarienvogels erhalten. Die jährlichen Bewertungsausstellungen eines solchen Vereines sorgen weiter dafür, dass die Zucht des Kanarienvogels auf lange Sicht gesunde und vitale Nachkommen erhält.