Kokzidiose
Von Kokzidiose kann jeder größere Züchter ein Lied singen. Viele
"Geheimtipps", die sich als absolut schädlich für den Vogel hinterher
auswirken machen die Runde. Als Beispiel sei hier nur die Antibiotikagabe als
Prevention genannt ! Was sich hinter diesem Krankheitsbild überhaupt verbirgt,
wissen leider nur sehr wenige. Ein Grund, um diese Krankheit einmal näher zu
betrachten.
Erreger: Kokdizidien. Sie
leben in der Regel im Darmkanal des Vogels
mögliche Infektionsquellen:
- latent infizierte Altvögel
- befallene, zugekaufte Vögel
- kontaminierte Futtermittel, Bodeneinstreu, Nistunterlagen
- kontaminierte Ausstellungskäfige, Transportkisten
Diagnosestellung und Symptome:
Die Vögel zeigen u. U. folgende Symptome:
- Aufgeplustert sein
- Apathie
- verminderte Futter- und Wasseraufnahme
- kotverschmutztes Kloakengefieder aufgrund Diarrhoe (Gefahr der
Exsikkose = Austrocknung)
- Atemnot (verursacht durch Leber- und Milzschwellung, voluminöser
Darmkonvolut)
- Rotbäuchigkeit (verursacht durch vergrößerte Leber, die sich
seitl. im Bauchraum ausdehnt)
Die Diagnosestellung erfolgt durch
- Anamnese (Angabe des Vogelalters, nähere Umstände des Imports oder
Zukauf, Krankheitsverlauf, Symptome)
- Sammelkotprobe
- Untersuchung des Vogels
Therapie:
Aufgrund der Gefahr, daß Halter selber mit
Medikamenten hantieren, unterlasse ich es an dieser Stelle hier näher darauf
einzugehen. Ich bitte daher um Verständnis.
Prevention:
- mehrwöchige Quarantäne von importierten Wildfängen
- entsprechend Tiere einzel halten bei Zukauf von Züchter
- Kot untersuchen lassen (von TA)
- gefährdetet Bestände und Tiere, die importiert bzw. zugekauft
worden sind: Kot untersuchen lassen (TA)
- allgemeine Hygienemassnahmen (insbesondere Wechsel von Sand,
Sandpapier oder ähnlichem)